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Raumwellen

 
     
  seismische Wellen, die sich von der seismischen Quelle durch das Erdinnere zur Erdoberfläche ausbreiten (Abb.). Raumwellen werden durch fortlaufende Brechung nach Erreichen der Scheiteltiefe oder nach Reflexion an seismischen Diskontinuitäten wieder zur Erdoberfläche zurückgeführt. Seismische Diskontinuitäten verursachen neben Reflexionen auch Konversionen von P nach S und S nach P. Dadurch können in einem Seismogramm eine Vielzahl von Wellentypen erzeugt werden. Zu ihrer Bezeichnung wird eine einfache Nomenklatur benutzt. P und S bezeichnen Kompressionswellen und Scherwellen im Erdmantel. Reflexionen beobachtet man häufig von der Erdoberfläche (z.B. PP, SS, PS, SP, PSS) und von der Kern-Mantel-Grenze (PcP, ScS, ScP). Kompressionswellen, die durch den äusseren Kern gelaufen sind werden mit PKP bezeichnet. Scherwellen im äusseren Kern werden nicht beobachtet. Bei Wechselwellen, wie z.B. SKS oder PKS wird der äussere Erdkern immer als Kompressionswelle durchlaufen. Wellen durch den inneren Erdkern werden mit I für Kompressionswellen (z.B. PKIKP) und J für mögliche, aber noch nicht einwandfrei beobachete Scherwellen gekennzeichnet. Reflektionen von der Grenze zwischen innerem und äusseren Erdkern werden mit i angezeigt, zum Beispiel PKiKP. Die durch den Erdkern erzeugte Schattenzone wird durch PKIKP und PkiKP Phasen aufgehellt.

RaumwellenRaumwellen: a,b) Wellenstrahlen und Nomenklatur von Raumwellen durch die Erde.
 
 

 

 

 
 
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