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in der Petrologie bei der Metamorphose verwendeter Ausdruck für eine Methode, Mineralparagenesen (und -zusammensetzungen) von mehrdimensionalen chemischen Systemen graphisch in der Ebene darzustellen (Chemographie). Wird in einem m-dimensionalen System von n Phasen projiziert, so sind nur noch m-n Komponenten zur Darstellung notwendig. Die in der metamorphen Petrologie am meisten verwendeten Projektionen sind: a) ACF-Diagramm (Abb. 1) mit den Eckpunkten Al2O3, CaO und FeO+MgO; Projektionsphasen (und zugehörende Komponenten) sind Quarz (SiO2), H2O, CO2, Kalifeldspat oder Muscovit (K2O). b) AKF-Diagramm (Abb. 1) mit den Eckpunkten Al2O3, K2O und FeO+MgO; Projektionsphasen sind Quarz (SiO2), H2O, Plagioklas (CaO). c) AFM-Diagramm (Abb. 2) mit den Eckpunkten Al2O3, FeO und MgO; Projektionsphasen sind Quarz (SiO2), H2O, Muscovit oder Kalifeldspat (K2O).
Projektion 1: ACF- und AKF-Diagramm mit Mineralparagenesen, die typisch sind für Gesteine der Granulitfazies.
Projektion 2: AFM-Diagramm (Thompson-Diagramm): a) Zusammensetzungen im Tetraeder des Vierkomponenten-Systems Al2O3-K2O-FeO-MgO, b) Lage der wichtigsten in Metapeliten vorkommenden Minerale in der Projektion auf die AFM-Ebene. |
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