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Mineralparagenese

 
     
  [von griech. para=daneben und genesis=Entstehung], Paragenese, Gleichgewichtsmineralparagenese, Mineralvergesellschaftung, allgemein eine charakteristische Vergesellschaftung von Mineralen, die annähernd gleichzeitig, d.h. unter gleichen physikalisch-chemischen Bedingungen gebildet wurden. Sie sind somit chemisch im Gleichgewicht und koexistieren stabil nebeneinander. Aufgrund der Kenntnis der Mineralparagenesen kann man bei bekannten Zustandsvariablen aus dem Auftreten eines Minerals das gleichzeitige Vorhandensein anderer vermuten oder umgekehrt die Existenz anderer ausschliessen. Die schon von F.A. Breithaupt (1889) entwickelte Parageneselehre trug wesentlich dazu bei, die Probleme der Mineralparagenesen und die Beziehungen zwischen den sich bildenden Mineralen und den entsprechenden Bildungsbedingungen ihrer geologischen Umgebung zu erfassen und die Suche und Erkundung von Lagerstätten zu verbessern. Minerale, die für bestimmte Paragenesen charakteristisch sind und sich nur oder hauptsächlich unter den physikochemischen Bedingungen dieser Paragenese bilden, heissen Leitminerale. In der metamorphen Petrologie wird unter Mineralparagenese eine Assoziation von Mineralen verstanden, die unter den vorgenannten Bedingungen im Kornkontakt zueinander auftreten. Die beobachteten Paragenesen bilden die Grundlage für die Einteilung der Metamorphite in verschiedene metamorphe Fazies.  
 

 

 

 
 
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