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Programmiersprache

 
     
  künstliche Sprache, mit deren Hilfe eine bestimmte Aufgabenstellung an ein Rechnersystem formuliert wird und mit der ein resultierendes ausführbares Programm erzeugt wird. Die verschiedenen Sprachen werden definiert durch: a) die Menge der erlaubten Wörter, b) die Grammatik zur Bildung von Sätzen, c) die durch die Interpretation der Sätze erzeugte Beschreibung ihrer Bedeutung. Es existieren verschiedene Typen von Programmiersprachen, die sich hinsichtlich ihrer Einsatzbereiche, der Bedienbarkeit, der Effizienz usw. unterscheiden. Die am weitesten verbreitete Art der Programmiersprachen sind die höheren Sprachen. Sie erlauben dem Programmierer eine problem- bzw. funktionsorientierte Beschreibung der Aufgabenstellung. Wichtigste Vertreter dieser Art sind die prozeduralen und die objektorientierten Programmiersprachen. Sie bilden derzeit die Basis für die meisten Programmierprojekte.Die prozeduralen Programmiersprachen (ADA, BASIC, C, FORTRAN, PASCAL) unterstützen die strukturierte Programmierung, in der eine in mehrere kleinere Teile aufgespaltene Gesamtaufgabe in Form von Unterprogrammen abgebildet wird. Die Funktionen sind dabei von den zu verarbeitenden Daten unabhängig bzw. getrennt. Aufgrund ihrer hohen Effizienz wird die Sprache C besonders für zeitkritische Aufgaben verwendet, z.B. zur Implementierung graphischer oder geometrischer Operationen in den Bereichen Geoinformationssysteme, Fernerkundung, Kartographie. Die objektorientierten Programmiersprachen (C++, SMALLTALK) heben die o.g. Trennung von Daten und Funktionen auf. Sie definieren das Objekt zum einen über eine spezifische Datenstruktur und zum anderen über eine Menge von objektspezifischen Methoden. Objekte mit identischer Struktur und Bedeutung werden zu Klassen zusammengefasst, die mit Hilfe der Vererbung zueinander in Beziehung gesetzt werden. Die objektorientierten Programmiersprachen erlauben eine starke problemorientierte Programmierung und eignen sich daher besonders zur Umsetzung raumbezogener Datenmodelle. Insbesondere wird die Implementierung kartographischer Datenmodelle (z.B. das Vektordatenmodell) durch die speziellen Eigenschaften der objektorientierten Programmiersprachen vereinfacht bzw. besser strukturierbar. Die Bedienung moderner Programmiersprachen erfolgt meist über eine graphische Programmierumgebung, die zum Erstellen, Ausführen und Testen der Software genutzt wird.  
 

 

 

 
 
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