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in der Landesvermessung die Kurve, die durch den Schnitt des Rotationsellipsoids mit der Normalschnittebene entsteht, welche durch die Ellipsoidnormale in einem gegebenen Punkt P1 und einen weiteren Punkt P2 der Ellipsoidfläche aufgespannt wird. Jeder Normalschnitt(bogen) ist eine geschlossene, ebene Kurve, die i.a. wieder ellipsenförmig ist. Während im Ausgangspunkt P1 die geodätische Krümmung (Kurventheorie) des Normalschnittbogens verschwindet, ist diese in den anderen Kurvenpunkten ungleich Null, so dass ein Normalschnittbogen keine geodätische Linie ist. Ein in P1 errichteter und durch P2 verlaufender Normalschnitt fällt in der Regel nicht mit dem entsprechenden, in P2 errichteten und durch P1 verlaufenden Normalschnitt (Gegennormalschnitt) zusammen. Betrachtet man darüber hinaus Zielpunkte, die nicht auf der Ellipsoidfläche liegen, so unterscheiden sich die beiden in P1 errichteten Normalschnittebenen, welche den Zielpunkt 
2 in der ellipsoidischen Höhe h bzw. dessen Lotfusspunkt P2 auf der Ellipsoidfläche enthalten; daraus resultiert eine Reduktion des ellipsoidischen Azimuts, die sog. Zielhöhenreduktion. |
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