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Magnetostriktion

 
     
  Entstehung einer elastischen Deformation durch Einwirken eines Magnetfeldes. Der Effekt ist in Kristallen anisotrop und wird in erster Ordnung (linearer Effekt) durch einen axialen Tensor dritter Stufe (mijk) dargestellt:

Magnetostriktion(mit i,j,k=1,2,3), da er einen axialen Tensor erster Stufe, das Magnetfeld Hk, mit einem polaren Tensor zweiter Stufe, der elastischen Dehnung Îij, in Beziehung setzt.


Magnetisierungsänderungen verursachen Längenänderungen δl/l der ferro- und ferrimagnetischen Kristalle. Die relativen Längenänderungen δl/l zwischen dem unmagnetischen Zustand und dem Zustand der magnetischen Sättigung bezeichnet man als Sättigungs-Magnetostriktionskonstante λs


(Tab.). Die Grösse ist dimensionslos und ihre Werte liegen bei ferro- und ferrimagnetischen Substanzen im Bereich von 10(5 bis 10(6. Bei Einkristallen haben die Magnetostriktionskonstanten in unterschiedlichen kristallographischen Richtungen verschiedene Werte, zuweilen auch Vorzeichen. Umgekehrt werden durch mechanische Spannungen die magnetischen Eigenschaften von Gesteinen verändert (Piezomagnetismus, piezoremanente Magnetisierung).

MagnetostriktionMagnetostriktion (Tab.): Sättigungs-Magnetostriktionskonstanten λs einiger natürlicher Ferrite.
 
 

 

 

 
 
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