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Landeignungsklassifikation, Verfahren zur Abschätzung der Verfügbarkeit von Ressourcen eines Untersuchungsgebietes für die Zwecke der Raumplanung. Landevalutionen werden heute meist in Entwicklungsländern durchgeführt. Das Verfahren basiert auf einer Erhebung der landschaftsökologischen Grundlagendaten, vorteilhaft ist die Ermittlung auf der Basis von Fernerkundungsmethoden. Verschiedene Prinzipien der Landschaftsökologie müssen dabei berücksichtigt werden: Die Hierarchie der Landschaftsökosysteme, die Theorie der geographischen Dimensionen und die Verwendung von Indikatoren (Bioindikator). Verschiedentlich ist deutliche Kritik an den Grundlagendaten für Planung in Entwicklungsländern geübt worden. Eine Ursache liegt in der Raumplanung selbst, welche die Vorstellungen der Industrieländer in die Entwicklungsländer übertrug. Dabei wurde jedoch die Kleinstrukturiertheit von Raum und Gesellschaft in diesen Ländern ebenso wenig berücksichtigt wie die dort vorherrschenden unterschiedlichen Entscheidungsstrukturen und Wertvorstellungen. |
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