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Kumulatgefüge

 
     
  Anordnung der Kristalle in einem Kumulat. Kumuluskristalle sind in der Schmelze weitgehend frei gewachsen und daher idiomorph bis hypidiomorph ausgebildet. Auf den Boden der Magmakammer gesunken, bilden sie ein sperriges Gerüst aus. Der Zwischenraum wird von der Interkumulusschmelze ausgefüllt, aus der sich entweder Anwachssäume um die Kumuluskristalle bilden können, das Adkumulat, oder andere Minerale. Im letzteren Fall wird das Gestein Orthokumulat genannt oder Heteradkumulat, wenn die aus der Interkumulusschmelze kristallisierenden Minerale die Kumuluskristalle poikilitisch umwachsen. Ein Übergangstyp zwischen Ortho- und Adkumulat ist das Mesokumulat (Abb.).

KumulatgefügeKumulatgefüge: Beispiel für Kumulatstrukturen mit Plagioklas als Kumulusphase. a) Orthokumulat: Aus der Interkumulusschmelze kristallisierten Olivin, Pyroxen, Magnetit und Orthoklas, und es bildeten sich nur schmale Anwachssäume um die Plagioklase; b) Mesokumulat mit breiteren Anwachssäumen um die Kumuluskristalle und geringeren Mengen anderer Minerale; c) Adkumulat, bei dem die Interkumulusschmelze durch Weiterwachsen der Plagioklase verbraucht wurde, so dass ein monomineralisches Gestein entsteht.
 
 

 

 

 
 
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