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Kapillarkondensation

 
     
  Kondensation von Wasser in engen Kapillaren. Bei Wassergehalten oberhalb des permanenten Welkepunktes ist die Bodenluft fast stets wasserdampfgesättigt. Wasserdampfbewegungen erfolgen durch Saugspannungs- und Temperaturdifferenzen. Dabei bewegt sich der Wasserdampf stets in Richtung des geringeren Potentials (von warm nach kalt, von grossen zu kleinen Poren) und kondensiert in Kapillaren, wenn der Sättigungsdampfdruck überschritten wird. Auch Unterschiede im osmotischen Druck der Bodenlösung können zu Wasserdampfbewegungen und Kapillarkondensation führen. Temperaturbedingte Kapillarkondensation tritt häufig in kontinentalen ariden Gebieten mit grossen Temperaturunterschieden (Tag und Nacht) auf, unter mitteleuropäischen Verhältnissen vorwiegend im Herbst. In dieser Jahreszeit kühlt der Boden an der Oberfläche ab und wärmerer Wasserdampf aus tieferen Schichten steigt nach oben.  
 

 

 

 
 
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