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Hydrothermal-Apparatur

 
     
  ein Gerät, das in der experimentellen Petrologie vielfach verwendet wird, um Temperaturen bis zu 900°C bei Drücken von 0,3 GPa bzw. bis zu 700°C bei 0,8 GPa zu erreichen. Das heisst, es lassen sich viele Prozesse, die in der Erdkruste ablaufen (wie z.B. die Entstehung und Kristallisation granitischer Schmelzen, die Metamorphose von Sedimenten oder die Bildung von Erzlagerstätten) studieren. Im Gegensatz zu den für höhere Temperaturen geeigneten, intern beheizten Gasdruck-Apparaturen werden in Hydrothermalanlagen speziallegierte Stahl-Autoklaven verwendet, die extern von einem Heizofen umgeben sind. Die Proben befinden sich in einer Bohrung des Autoklaven. Der im Inneren herrschende Druck wird durch Wasser (oder ein anderes Gas wie z.B. Argon) erzeugt und lässt sich durch Manometer kontrollieren. Je nachdem, ob der Verschluss der Autoklaven innerhalb oder ausserhalb des Ofens liegt, lassen sich Hot-Seal-Apparaturen und Cold-Seal-Apparaturen (auch als Morey-Typ bzw. Tuttle-Typ bezeichnet) unterscheiden (Abb.). Aufgrund ihrer einfacheren Handhabung sind die Cold-Seal-Apparaturen sehr viel weiter verbreitet.

Hydrothermal-ApparaturHydrothermal-Apparatur: prinzipieller Aufbau von a) Cold-Seal- und b) Hot-Seal-Apparaturen.
 
 

 

 

 
 
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