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Gründungstiefe

 
     
  Tiefe, in der eine Gründung durchgeführt wird. Nach DIN 1054 muss die Gründungssohle frostfrei liegen, mindestens aber 0,8 m unter Gelände. Die frostfreie Gründungstiefe hängt von den klimatischen Verhältnissen, der Frostempfindlichkeit des Bodens und dem Vorhandensein von Wasser ab. Die allgemeine Regel, dass im Flachland 0,8 m und in höheren Lagen 1,2 m frostfrei sind, gilt nur für normale Winter. Untersuchungen in strengen Wintern zeigen, dass auch im Flachland häufig Frosteindringtiefen von 1 m und mehr auftreten. Als frostfreie Gründungstiefe sollte daher 1,0-1,2 m angenommen werden. Die Zone der jahreszeitlichen Volumenänderungen durch Auffrieren oder Austrocknung von 0,6-0,8 m muss aber auf jeden Fall durchgründet werden. Das gleiche gilt auch für die Zone der grösseren Wurzellöcher und Hohlräume durch wühlende Tiere. In Gebieten mit tonigen Böden hat sich in niederschlagsarmen Sommern wiederholt gezeigt, dass das durch Niederschlagsarmut bedingte Schrumpfen solcher Böden bis 1,5 m reicht, und in 1 m Gründungstiefe noch Schrumpfsetzungen bis 1 cm auftreten können. Bei Brücken und anderen Uferbauwerken ist eine mögliche Kolkgefahr (Kolk) der Ufer bzw. der Flusssohle zu berücksichtigen. RZo  
 

 

 

 
 
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