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Schrumpfsetzung

 
     
  in bindigen Böden treten bei Abnahme des Wassergehaltes Kapillarspannungen auf, die mit zunehmender Feinporigkeit erhöhte Volumenverminderung zur Folge haben. Das Ausmass dieser Schrumpfsetzungen ist abhängig von der Wassergehaltsabnahme sowie der Mächtigkeit und Feinporigkeit des Bodens. Ihre Grössenordnung kann nach dem Anfangsast der Kurve des linearen Schrumpfens (Schrumpfmass) und der jeweiligen Wassergehaltsabnahme abgeschätzt werden und beträgt häufig mehrere Zentimeter. Schrumpfsetzungen treten besonders bei tonigen Böden ( > 20% Tonanteile) oder solchen mit organischen Beimengungen auf, wobei ein Anteil an organischer Substanz von 5-10% die Feinporigkeit eines Schluffbodens und sein plastisches Verhalten bereits sehr stark beeinflussen. In stärker organischen Böden treten bei Luftzutritt auch biochemische Abbauvorgänge auf, die zu einem langsamen Substanzverlust (sog. Humusverzehr) führen. Von Torfböden ist ausserdem bekannt, dass nicht nur bei Grundwasserabsenkung erhebliche Setzungen und Spalten im Gelände auftreten, sondern dass es bei einem etwaigen Wiederanstieg des Grundwassers erneut zu erheblichen Setzungen kommen kann.  
 

 

 

 
 
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