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Gosau

 
     
  [nach dem Ort Gosau im Salzkammergut, Österreich], fazieller Begriff für flyschoide (Flysch) Abfolgen von Mergeln, Sandsteinen, Kalken und Konglomeraten des Zeitraumes Oberkreide bis Alttertiär (Eozän) in den Ostalpen. Die Sedimentation erfolgte in sog. "intramontanen Becken", die, von West nach Ost fortschreitend, in der hohen Oberkreide schnell in tiefmarine Bereiche abgesenkt wurden. Es lässt sich eine untere, überwiegend landnah abgelagerte Einheit ("Untere Gosau", Coniac bis Campan) unterscheiden, die neben molasseartigen Konglomeraten vielfach von randlich marinen, siliciklastischen Abfolgen dominiert wird. Diese Gesteine sind lokal reich an Schnecken (Acteonellen-Sandstein), zwischengeschaltet sind örtlich kleine Rudisten-Fleckenriffe. Der höhere Abschnitt ("Obere Gosau", Campan bis Eozän) wird vielfach beherrscht von wildflyschartigen Abfolgen (Olisthostrom), denen tiefmarine Sandsteine und Mergel zwischengeschaltet sind. Ihre flachmarinen Äquivalente sind fast vollständig erodiert und treten in Gestalt von Gleitblöcken innerhalb der Flyschabfolge auf. Über den Bereich der Ostalpen hinaus wird der Begriff Gosau in jüngerer Zeit auch für entsprechende Sedimente in benachbarten Regionen (z.B. Karpaten) verwendet. Kreide.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Dispersionsanalyse Monin-Obukhov-Theorie Trockenadiabate

 

 
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