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Gold

 
     
  1) chemisches Element der I. Nebengruppe des Periodensystems, chemisches Zeichen: Au; 2) Mineral mit kubisch-hexoktaedrischer Kristallform; Farbe: leuchtend- bis lichtgoldgelb; Metallglanz; undurchsichtig; Strich: goldgelb; Härte nach Mohs: 2,5-3 (sehr geschmeidig); Dichte: 15,5-19,3 g/cm3; Spaltbarkeit: keine (hämmerbar, biegsam, hakig); Aggregate: derb, als Bleche, Platten, Körner, dendritische Skelette, fieder-, baum-, haar-, draht-, blech- oder moosförmig; Kristalle meist würfelig und dodekaedrisch; vor dem Lötrohr schmelzbar; nur in Königswasser löslich; Begleiter: Limonit, Azurit, Pyrit, Arsenopyrit, Chalkopyrit, Telluride; Vorkommen: hydrothermal und in Gefolgschaft saurer bis intermediärer Tiefengesteine bzw. entsprechender Ergussgesteine und sekundär in rezenten und fossilen Seifen; Fundorte: Südafrika, Kanada, Alaska, Kalifornien, Ural, Brasilien, Australien, ansonsten weltweit.


Neben Kupfer ist Gold das älteste vom Menschen benutzte Metall. Älteste Funde sind aus Ägypten vom Ende des 4. Jahrtausends v.Chr. bekannt. Goldgewinnung in Europa fand aus Goldwäschereien am Rhein und an der Rhône sowie als Berggold in den Hohen Tauern statt.


Gold ist meist mit Silber legiert (bis 20%, Gold-Silber-Lagerstätten). Liegt ein höherer Silbergehalt (bis etwa 50%) vor, so spricht man von Elektrum. Die typische Goldfarbe wird dann heller bis fast silberweiss. Die Reindarstellung von Gold aus Elektrum gelang bereits im 7. Jh. v.Chr. den Lydern in Kleinasien, die auch die ersten, für Zahlungen verwendeten Metallstücke zu Münzen geprägt haben und den heute noch gebräuchlichen Probierstein der Juweliere, den Lydit, für die quantitative Analytik der Edelmetalle eingeführt haben.


Gold, das durch Umwandlung aus Goldtelluriden entstanden ist, sieht dunkelbraun pulvrig aus (Senfgold). Als Freigold bezeichnet man das im Erz mit blossem Auge sichtbare gediegene Gold, im Gegensatz zu dem sehr feinverteilten oder in andere Minerale eingebauten Gold. Berggold wird aus primären Lagerstätten gewonnen, Seifengold aus sekundären.


Die wichtigsten Goldminerale sind: Gold (Au, kubisch, 100% Au), Sylvanit (AuAgTe4, rhombisch, 25-27% Au), Krennerit ((Au,Ag)Te2, rhombisch, <44% Au), Calaverit (AuTe2, monoklin, bis 44% Au) und Nagyait (Pb5Au(Te,Sb)4S5-8, rhombisch, wechselnder Goldgehalt).


Goldseifen, Gold-Nugget, Goldlagerstätten.
 
 

 

 

 
 
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