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GPS-Beobachtungsgrössen

 
     
  GPS-Signale, von einem GPS-Empfänger aufgezeichnete und ggf. umgewandelte Messgrössen, die zur Navigation und zur Positionsbestimmung mit GPS herangezogen werden. Originale Messgrössen sind die Codephasen des C/A-Codes und des P-Codes sowie die Trägerphasen der L1-Trägerwelle (19,05 cm) und L2-Trägerwelle (24,45 cm). Das Messrauschen beträgt 0,5 bis 1 m beim P-Code, etwa 10 m beim C/A-Code und etwa 1-3 mm bei den Trägerphasen. Hochwertige GPS-Empfänger bieten ein etwa 10fach geringeres Messrauschen.


Wichtigste abgeleitete Beobachtungsgrössen sind die Linearkombinationen Wide Lane LΔ = L1-L2 mit einer Wellenlänge von 86,2 cm, die Narrow Lane LΣ = L1+L2 mit 10,7 cm und das ionosphärenfreie Signal L0 =(LΔ+LΣ)/2 mit 5,4 cm. Die Wide Lane ist wegen der grösseren Wellenlänge für Mehrdeutigkeitslösungen gut geeignet, sie besitzt aber gegenüber den Originalbeobachtungen ein erhöhtes Messrauschen. Die Narrow Lane liefert wegen eines geringeren Messrauschens die genauesten Resultate, kann jedoch wegen der kürzeren Wellenlänge nur für sehr kurze Entfernungsbereiche (wenige km) genutzt werden. Das ionosphärenfreie Signal beseitigt den Einfluss der Ionosphäre auf die Messgrössen, es erlaubt aber keine ganzzahlige Festsetzung von Mehrdeutigkeiten. GSe
 
 

 

 

 
 
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