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Samen

 
     
  seit dem Oberdevon nachgewiesenes Verbreitungsorgan der Spermatophyta, das aus dem von der Samenschale (Testa) umgebenen Embryo mit zusätzlichem Nährgewebe (Endosperm, Perisperm) besteht und sich nach der Befruchtung aus der Samenanlage entwickelt. Die meist derbe, widerstandsfähige Samenschale schützt den Embryo gegen Austrocknung sowie mechanische Einwirkungen und ermöglicht so seine Verbreitung durch Wasser, Wind oder Tiere. Das Nährgewebe erhält die Lebensfunktion des Embryos bis zur Keimung und ernährt anfänglich den jungen Sporophyten, der somit bessere Startmöglichkeiten erhält, als das bei der ungeschützten Embryonalentwicklung der Pteridophyta der Fall ist. Fortpflanzung und Verbreitung durch Samen bindet die Spermatophyta auch nicht mehr an feuchte Standorte, sondern ermöglicht in Kombination mit anderen funktionsmorphologisch optimierten anatomischen Strukturen, z.B. leistungsfähigeren Leitbündeln, die Besiedlung auch trockener Lebensräume, was im Perm zur Ablösung der im Paläophytikum noch dominierenden Pteridophyta durch die Samenpflanzen führte. Samen sind zusammen mit Früchten Studiengegenstand der Karpologie.  
 

 

 

 
 
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