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Frostwechselzyklus, Schwankung der Lufttemperatur durch den Nullpunkt. Die Frost-Tau-Zyklen im oberflächennahen Untergrund sind von entscheidender Bedeutung für die Frostverwitterung, Frostkriechen, die Frostbodendynamik und die Entstehung von Frostmusterböden.
Im Boden bewirkt Frost irreversible Änderungen der Bodeneigenschaften. Bei frostempfindlichen Böden (Frostempfindlichkeit) findet während des Gefrierprozesses eine Unterteilung des Wassergehaltsprofils in Richtung der Frostausbreitung statt. Selbst nach dem Tauen des Bodens stellt sich nicht wieder die ursprüngliche Wassergehaltsverteilung ein. Während des Kühlens können zudem Kontraktionsrisse entstehen, die während des Tauens unter Umständen mit Erosionsmaterial gefüllt werden und zu Inhomogenitäten im Boden führen. Infolge der geringen Durchlässigkeit und der dadurch eingeschränkten Wasserzufuhr in den gefrierenden Bereich stellen sich nach einem Frost-Tau-Wechsel noch keine stabilen Verhältnisse ein. Vielmehr treten während mehrerer aufeinanderfolgender Frost-Tau-Zyklen weitere Änderungen in den Bodeneigenschaften auf. Zum Beispiel kann sich die Scherfestigkeit über mehrere Jahre hinweg signifikant ändern. |
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