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Formvereinfachung

 
     
  Generalisierungsmassnahme, die notwendig ist, da Linien zur Erhaltung der Lesbarkeit im Folgemassstab - bezogen auf die Natur und den Ausgangsmassstab - breiter dargestellt werden. Bei Anwendung gleicher Zeichenschlüssel entspricht die relative Verbreiterung dem Verhältnis der Massstabszahlen von Folge- zu Ausgangsmassstab, z.B. bei Ableitung einer Karte 1:500.000 aus 1:200.000 dem Zweieinhalbfachen. Die Formvereinfachung betrifft Linearsignaturen und Konturen von Flächen (Umrissvereinfachung) und ist immer eine Reduzierung der Anzahl von Stützpunkten. Entsprechend dem Liniencharakter lassen sich unterscheiden: a) die Vereinfachung von Polygonen (d.h. von Geraden mit Knickpunkten; z.B. von Gebäudegrundrissen), bei der sowohl unter das Mindestmass fallende negative Formen geschlossen, als auch positive Formen begradigt werden. b) Vereinfachung von Kurven (mathematisch meist als Bézier-Kurven beschrieben, z.B. von Flüssen), für die eine einfache Linienglättung zumeist nicht ausreicht, die vielmehr eine Windungsgeneralisierung mit Glättung und übertreibender Betonung charakteristischer Windungen verlangt (Zusammenfassung). In beiden Fällen kommt es darauf an, trotz Vereinfachung des Linienverlaufs bzw. des Umrisses die charakteristischen Formen für den Folgemassstab herauszuarbeiten. Lassen sich Umrisse nicht weiter vereinfachen, erfolgt ein Darstellungsumschlag.  
 

 

 

 
 
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