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Flächenkartogramm

 
     
  eine auf die topologische Raumstruktur Fläche bezogene kartographische Darstellungsmethode. Bei dieser gelangen die statistischen Werte auf die reale Fläche bezogen als Dichtewerte in relativer Darstellung zur graphischen Abbildung. Die sich aus dieser häufig benutzten Darstellungsmethode ergebenden kartographischen Strukturformen werden verschiedentlich unter dem Begriff Kartogramm zusammengefasst, doch wird heute mehr und mehr auch hier von Karten gesprochen (Choroplethenkarte). Die Werte werden, meist in 3 bis 15 Dichtestufen (Wertgruppen) zusammengefasst, in die Darstellungseinheiten flächendeckend mit Schraffur, Flächenmuster oder Farbtönen, die in Intensitätsskalen geordnet sind, eingetragen. Mit einfachen Schraffuren und Kreuzschraffuren ist auch eine stufenlose Dichtedarstellung möglich (Intensitässkala). Neben administrativen Einheiten können beim Flächenkartogramm auch naturräumliche Einheiten, regelmässige Gitternetze (Felderkartogramm; Feldermethode) oder schematisierte Grenzen als Bezugsgrundlage für die statistischen Werte benutzt werden (Abb.). Dichtedarstellungen sind nur sinnvoll, wenn der darzustellende Sachverhalt in einer realen Beziehung zur Fläche steht. Anteile von statistischen Gesamtheiten sollten, um graphische Verfälschungen durch unterschiedlich grosse Bezugseinheiten zu vermeiden, nicht auf die administrative Fläche, sondern jeweils auf eine im Schwerpunkt der Fläche angeordnete Mengensignatur bezogen werden, die der jeweiligen Gesamtheit proportional ist, z.B. Altersanteile der Wohnbevölkerung auf die jeweilige Wohnbevölkerung, Anteile der Altersklasse von Wohngebäuden auf die Wohngebäude insgesamt. Teilweise wird unter Flächenkartogramm auch eine Kartogrammform verstanden, in der die statistischen Werte mittels flächiger Figuren (Kreisscheiben, Kreisringe, Quadrate, Rechtecke) wiedergegeben werden. Da diese Figuren ungegliederten Flächendiagrammen entsprechen, ist es richtiger, solche Kartogramme zur Diakartogrammen zu rechnen (Mengensignatur).


WSt

FlächenkartogrammFlächenkartogramm: Darstellung des Anteils der bebauten Fläche als Flächenkartogramm auf der Basis von a) administrativen Einheiten (Gemeinden),b) eines Feldernetzes und c) von schematisierten Grenzen.
 
 

 

 

 
 
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