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Schraffur

 
     
  Flächenmuster aus gleichabständigen Linien, bei dem die einzelnen Striche noch sichtbar sind, im Linienverband aber eine Flächenwirkung auftritt. Das Verhältnis von Strichbreite zur Schraffurweite ergibt den Tonwert bzw. die Helligkeitswirkung, wobei die Strichdeckung als Anteil angegeben wird. Eine Strichbreite von 1 mm und eine Schraffurweite von 4 mm (Zwischenraum; lichte Weite=3 mm) ergibt eine Deckung von 25 %. Von 20 bis 30 Linien/cm an (Strichweite 0,33 bis 0,25 mm) tritt die Wirkung eines homogenen Flächentons ein. Diese Liniendichte wird verschiedentlich auch als Integrierbarkeitsschwelle bezeichnet. Bei Schraffurweiten von 5 bis 8 mm zerfällt in Abhängigkeit von der Strichbreite und der Grösse der schraffierten Fläche die Schraffur visuell in Einzellinien und wird nicht mehr als Tonwert wahrgenommen. Ausser der Weite und Breite der Schraffur kann diese noch nach anderen graphischen Variablen abgewandelt werden, z.B. nach der Orientierung der Linien (Strichlage). Geringe Tonwerte (unter 10%) können durch Zerlegen der Linien in gerissene Linien erzielt werden. Hohe Tonwerte (über 50%) sollten nach Möglichkeit durch Kreuzlage (Kreuzschraffur) realisiert werden. Optisch weniger günstig ist die Verwendung negativer Schraffuren, die eine Tonwertumkehr von Schraffuren unter 50% Deckung darstellen (Schraffen) (Abb.).

SchraffurSchraffur: Schraffurweite und Tonwert. a=Strichbreite (2), b=Zwischenraum (8), c=a+b=Schraffurweite (10); Tonwert=2/10=20%.
 
 

 

 

 
 
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