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ein kurzer, meist 1 mm langer Strich, der in Gefällrichtung an ausgewählte Höhenlinien oder andere Isolinien gesetzt wird, um die Lesbarkeit einer solchen Darstellung zu verbessern bzw. zu sichern. Zur Unterscheidung kleiner Kuppen und Kessel im Relief wird er paarweise angebracht, im übrigen Höhenlinienbild einzeln und in grösseren Anständen. Der Fallstrich ist ein indexikalisches Kartenzeichen (Indexikalität), da er hinweisenden Charakter hat. Eine ähnliche Funktion wie der Fallstrich, der durchweg in den amtlichen topographischen Karten der neuen deutschen Bundesländer und der Länder Osteuropas verwendet wird, hat der Kesselpfeil, der in den topographischen Karten der alten Bundesländer üblich ist. Der Kesselpfeil wird nur bei Hohlformen gesetzt und schneidet die tiefste Höhenlinie dieser Kleinformen (Abb.).
Fallstrich: Fallstriche und Kesselpfeil bei Kleinformen einer Höhenliniendarstellung. |
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