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Endmoräne

 
     
  wallartige Materialakkumulation in Form einer Moräne vor der Stirn des Gletschers (Abb. 1). Beim Abtauen des Eises bleibt alles von ihm bis dahin mitgeführte Material, Geschiebe der Obermoräne, Mittelmoräne und Untermoräne, das Feinmaterial und der kantige Frostschutt der Gletscheroberfläche liegen (Moräne Abb.). Ist der Gletscherrand für längere Zeit stationär, so bildet er eine Satzmoräne. Stösst er nach einer solchen Ruhelage wieder vor, dann schiebt er das vorher abgelagerte Material zu einer Stauchmoräne zusammen. Beide Formen bilden Endmoränen, wobei der grösste Teil und besonders die gut ausgebildeten Endmoränenzüge aus Stauchendmoränen bestehen. Eine Endmoräne markiert den zu ihr gehörenden Eisrand. Endmoränen können, je nach Zahl der Gletschervorstösse, in Serien auftreten von parallel hintereinander gestaffelten Wällen verschiedener Grösse und mit unterschiedlichem Abstand (Trompetentälchen Abb.). Sie sind Indikatoren für die Oszillation (Vorrück-, Stillstand- und Rückschmelzphasen) des Eisrandes. Endmoränen liegen bogenförmig um das Ende der Gletscherzunge (bei Gebirgsgletschern) oder den Gletscherlobus (bei der Vorlandvergletscherung). Wenn der Eisrand zurückgeschmolzen ist, kann sich Schmelzwasser hinter der Endmoräne zu einem See, dem Moränenstausee, aufstauen.

EndmoräneEndmoräne: Endmoränenbildung direkt am Gletscherrand (Ötztaler Alpen).
 
 

 

 

 
 
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