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Druckluftvortrieb

 
     
  Methode des Schildvortriebs im Tunnelbau, die häufig im Zusammenhang mit der neuen österreichischen Tunnelbauweise eingesetzt wird, um ein Eindringen von Gebirgswasser in den Tunnel zu verhindern. Dabei wird ein Luftdruck, entsprechend dem hydrostatischen Druck des an der Sohle der Ortsbrust anstehenden Wassers, während des Vortriebs im Bereich der Ortsbrust erzeugt. Unter diesen Bedingungen wird ein Arbeiten im Trockenen ohne Behinderung durch Wasserzutritte ermöglicht. Der eigentliche Arbeitsbereich vor der Ortsbrust ist für Arbeiter und Gerät über Schleusen zugänglich. Angewendet wird die Druckluftmethode insbesondere dann, wenn der Tunnel im Grundwasserbereich aufgefahren werden muss und eine Grundwasserabsenkung aus technischen, wirtschaftlichen oder ökologischen Gründen nicht durchgeführt werden kann. Für ein einwandfreies Funktionieren der Methode muss insbesondere berücksichtigt werden, dass ausreichend dichte Überlagerungschichten vorhanden sein müssen, die ein Abwandern der Luft verhindern sollen, und dass die Druckluft auch als Atemluft für die an der Ortsbrust tätigen Arbeiter dienen muss. Eine grosse Rolle spielt bei der Druckluftmethode auch der Arbeitsschutz, da das Arbeiten unter erhöhtem Druck zeitlich beschränkt werden muss und gesundheitliche Vorsichtsmassnahmen für die Arbeiter zu treffen sind.  
 

 

 

 
 
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