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Chromitlagerstätten

 
     
  Chromit (Fe,Mg)(Cr,Al)2O4 ist ein Mitglied der kubisch kristallisierenden Spinell-Familie (AB2O4, Kristallstruktur). Es ist das einzige Erz für die Gewinnung von metallischem Chrom ("metallurgischer Chromit", >55% Cr2O3), das für die Herstellung von Spezial-Stählen verwendet wird. Auch für die Herstellung von feuerfesten Produkten (refraktärer Chromit, >20% Al2O3), wie Magnesia-Chrom-Steinen zur Ausmauerung von Hochöfen etc., spielt Chromit eine grosse Rolle. Chromitlagerstätten treten auf: a) in geschichteten magmatischen Komplexen, wie dem Bushveld-Komplex in Südafrika oder dem Great Dyke in Zimbabwe. Sie bestehen aus massiven Chromitbändern, die der magmatischen Schichtung folgen, oft in Anorthositen liegen und über Hunderte Kilometer im Streichen zu verfolgen sind (Bushveld-Komplex, Abb.).


b) als ophiolitische Chrom-Lagerstätten, die in der Mantelsequenz von Ophioliten vorkommen. Sie liegen meist als Chromitlinsen ("podiform") in Harzburgiten vor, die 0,5-10 Mio. t selten überschreiten und von einem Dunit-Mantel umgeben sind. Eine Ausnahme bilden die Grosslagerstätten im Ophiolit von Kempirsai, Kasachstan, wo Erzkörper mit über 100 Mio. t vorkommen. Diese werden durch Mitwirkung von Fluiden und fluidreichen Magmen erklärt.


Mehr als 80% der Weltreserven von Chromit liegen im südlichen Afrika, der Rest im Bereich der GUS, sowie einige kleinere Vorkommen in Montana, USA (Stillwater-Komplex) und in Finnland (Kemi).
 
 

 

 

 
 
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