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Blickbewegungsregistrierung

 
     
  eine in der Experimentellen Kartographie etablierte Methode zur Untersuchung visuell-kognitiver Prozesse der Kartennutzung. Ihre Anwendung beruht auf der Annahme, dass zentrale Vorgänge der Informationsverarbeitung bei visuell dargebotenen Medien an unmittelbar extern verfügbare Informationen gebunden sind, d.h. die Aufeinanderfolge von Augenbewegungen kein willkürlicher Prozess ist. Die Auswahl der Fixationsorte innerhalb einer Karte steht in direktem Zusammenhang mit der Aufmerksamkeitsverteilung (Aufmerksamkeit). An jedem Fixationsort werden Reize aus der Gesichtsfeldperipherie vorverarbeitet, die dann gezielte sakkadische Sprünge zu solchen Objekten in der Reizvorlage ermöglichen, die den höchsten Informationsgehalt haben und deshalb als bedeutend eingestuft werden. Daraus folgt, dass jedesmal wenn im Denkprozess mit der Karte eine visuelle Information benötigt wird, sich der Blick auf diese Information richtet, und dass anschliessend die gefundene Information im Denkprozess verarbeitet wird. Zur Registrierung von Blickbewegungen stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. In der kartographischen Blickbewegungsforschung kommt die Cornea-Reflex-Methode am häufigsten zum Einsatz. Sie basiert auf der Registrierung von (Infrarot-) Lichtreflexen auf der Hornhautoberfläche.  
 

 

 

 
 
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