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Aïtow-Hammers flächentreuer Entwurf

 
     
  ein unechter Kartennetzentwurf, der 1892 von E. Hammer angegeben worden ist. Die Konstruktion zur Ableitung der Abbildungsgleichungen beruht auf einem transversalen (äquatorständigen) äquidistanten (Aïtow) bzw. flächentreuen (Hammer) Azimutalentwurf. Die azimutalen Entwürfe (insbesondere die Perspektiven) weisen an den Rändern wegen der konstruktionsbedingten Stauchung starke Verzerrungen auf. Von dem ursprünglichen transversalen Entwurf nach J.H. Lambert werden die äusseren Teile weggelassen. Es bleibt der zentrale Teil mit den geringeren Verzerrungen. Dieser wird durch Umbeziffern zur Abbildung der ganzen Erde modifiziert, durch Multiplikation jedes Koordinatenwertes mit einem Faktor. Dadurch werden die günstigen Verzerrungsverhältnisse des Zentralteils der Karte auf die globale Abbildung erweitert. Der Aïtow-Hammersche flächentreue Entwurf bildet die ganze Erde in einer Ellipse ab und wird verschiedentlich für Atlaskarten verwendet. Der Entwurf hat Ähnlichkeit mit Mollweides unechtem Zylinderentwurf. Die Abbildungsgleichungen des Aïtow-Hammerschen flächentreuen Entwurfs sind:

Aïtow-Hammers flächentreuer EntwurfBei der Manipulation des Umbezifferns bleibt die Flächentreue des ursprünglichen Lambertschen Azimutalentwurfs erhalten (Abb.).

Aïtow-Hammers flächentreuer EntwurfAïtow-Hammers flächentreuer Entwurf: Netz des Aïtow-Hammerschen Entwurfs.
 
 

 

 

 
 
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