Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Überbohrmethode

 
     
  Verfahren, um den primären Spannungszustand im Gebirge zu bestimmen. Hierzu wird im Tiefsten einer Bohrung eine 60 bis 70 cm lange Pilotbohrung mit einem Durchmesser von 39 mm als Kernbohrung hergestellt, in welche eine Triaxialzelle eingeklebt wird. Nach dem Aushärten des Klebers wird die Triaxialzelle überbohrt, wodurch der Kern mitsamt der Zelle entspannt wird (Abb.). Die durch die Entspannung des Kernes bedingten Dehnungen werden mit der Triaxialzelle gemessen. Die Ermittlung der Gebirgsspannungen aus den Versuchsergebnissen setzt
ein linear elastisches, isotropes Gebirgsverhalten sowie die Kenntnis seines Elastizitätsmoduls E und
der Poisson-Zahl ν (Poisson-Verhältnis) voraus. Die gemessenen Dehnungskomponenten α,β sind mit den Komponenten σxyzyzxz und τxy des Spannungstensors durch folgende Beziehung
verknüpft: α,β=Axxσx+Ayyσy+Azzσz+Ayzτyz+Axzτxz+Axyτxy,
wobei die Gleichungen für die A-Koeffizienten aus der Theorie der elastischen, unendlich
ausgedehnten, gelochten Scheibe abgeleitet werden können. Beispielsweise ist:


Überbohrmethodesofern isotropes Spannungsdehnungsverhalten zugrunde liegt.

ÜberbohrmethodeÜberbohrmethode: Messprinzip der Überbohrmethode.
 
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
Österreichische Kartographische Kommission
 
Überbohrtechnik
 
     

Weitere Begriffe : aquatische Ökosysteme Element-Minerale diaplektische Gläser

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum