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sieden

 
     
  Verdampfungsvorgang besonderer Art, der sich bei hoher Energiezufuhr bei der Siedetemperatur Ts, dem Siedepunkt, einstellt. Die Flüssigkeit geht - im Gegensatz zur Diffusion von Wasserdampfmolekülen durch die Oberfläche bei der Verdunstung - unter Bildung von Wasserdampfblasen im Innern in Wasserdampf über. Das Sieden erfolgt, wenn der Druck des gesättigten Wasserdampfes in den Blasen gleich dem äusseren Druck ist. Bei freiem Sieden von Wasser ist der Siedepunkt vom Luftdruck und damit auch vom Wetter und von der Seehöhe abhängig. Die Abhängigkeit des Siedepunktes vom Luftdruck p kann durch: Ts(p)=100,0+0,02766·(p-1013,2)-0,0000124·(p-1013,2)2


beschrieben werden (p in hPa). Für den Siedepunkt Ts in Abhängigkeit von der Seehöhe h gilt
folgende Näherungsformel:
Ts(h)=100,00-3,35·h, wobei h in km angegeben wird. Bei Lösung eines Stoffes in Wasser tritt Siedepunktserniedrigung ΔTs
auf. Sie regelt sich analog zur Gefrierpunktserniedrigung ΔT nach dem Raoultschen Gesetz.
 
 

 

 

 
 
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