| |
Secondary Image Products, ein in den 1980er Jahren in den USA und Kanada entstandener Begriff von unbearbeiteten kosmischen Satellitenbilddaten. Nominell können folgende sechs Produkttypen unterschieden werden: a) geocodiertes Bildprodukt: einfachste Art eines sekundären Bildproduktes, ist ein auf eine Kartengeometrie hin entzerrtes Schwarz-Weiss-Bild (Geocodierung); b) Falschfarbenkomposite (Farbcodierung) von multiplen geocodierten Bildern: Kombination von drei geometrisch kongruenten geocodierten Bildern in RGB-oder IHS-Farbgebung; c) geocodierte Stereobilder von einem Sensor: Fernerkundungsbildpaar, von welchem ein Bild geometrisch auf die übliche Weise korrigiert ist, während das andere, von dem selben Originalbild stammende, einen künstlich eingeführten Reliefversatz (Parallaxe) aufweist (Stereobildpaar); d) geocodierte Stereobilder von zwei verschiedenen Sensoren: wie bei c), jedoch dass der Stereopartner von einem zweiten überlappenden Fernerkundungsbild eines anderen Sensors stammt; e) Komposition aus Fernerkundungsbild und digitalem Geländemodell: Schwarz-Weiss- oder Farbfernerkundungsbilddaten werden über ein künstlich beleuchtetes digitales Geländemodell drapiert, um so die Reliefinformation in Verbindung mit der Bilddaten-Oberflächeninformation zu präsentieren. Grauwertbilder können auch farbhöhencodiert werden; f) perspektive Ansicht von digitalem Geländemodell und drapierten Satellitenbilddaten: wie e), nur in perspektiver Schrägansicht visualisiert, um das Relief besser darzustellen: sekundäre Bildprodukte, vor allem in dem Bereich der sogenannten wertgesteigerten Produkte (Value Added Products). |
|