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seismisches Array

 
     
  in der Erdbebenseismologie zumeist flächenhaft angeordnete Seismometer, mit denen sich die Einfallsrichtungen von seismischen Wellen direkt bestimmen lassen. Damit lassen sich z.B. schnell Erdbeben oder Kernexplosionen (CTBT) lokalisieren. Seismische Wellen treffen an den Arraystationen zu etwas unterschiedlichen Zeiten ein. Durch geeignete Zeitverschiebungen und nachfolgende Summation werden die seismischen Signale von N Seismometern verstärkt, und die Bodenunruhe wird abgeschwächt, im günstigsten Falle um den Faktor √N, wenn die Bodenunruhe an den Seismometern unkorreliert ist. In der Angewandten Seismik wird neben der Gruppe von Geophonen oder anderer seismischer Empfängern, die in bestimmter geometrischer Anordnung aufgebaut sind und zu einem Registrierkanal summiert werden (Bündelung), auch eine Gruppe von seismischen Quellen, die gleichzeitig aktiviert werden, als seismisches Array bezeichnet (auch Schuss-Pattern, unter Verwendung des engl. Ausdrucks). Solche Gruppen unterdrücken durch die Summierung über das Array bestimmte scheinbare Wellenlängen, die unterschiedliche Phasen an den einzelnen Elementen des Arrays haben. Wellen, die zeitgleich sind an den Elementen oder gleiche Phase haben, werden verstärkt.Jedes Array hat eine bestimmte Richtcharakteristik.  
 

 

 

 
 
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