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isostatische Anomalie

 
     
  Anomalie die in enger Verbindung mit dem Begriff der Isostasie steht. Als Beispiel dient das Verhalten eines schwimmenden Eisberges: Wird die Masse des Eisberges, der aus dem Wasser herausragt, rechnerisch beseitigt und zusätzlich auf das Volumen der Eiswurzel im Wasser umverteilt, dann wird der Messpunkt auf das Niveau der Wasserfläche im Sinne der Freiluft-Reduktion verlegt. Eine dabei entstehende Differenz wird als isostatische Anomalie bezeichnet. Im Falle eines Schwimmgleichgewichtes verschwindet die Differenz zwischen diesem isostatisch reduzierten Schwerewert und der Normalschwere. Ergibt sich eine negative Differenz für die isostatische Anomalie, so zeigt der Körper die Tendenz des Aufsteigens, bei positiver Differenz sinkt der Körper ein. Dieses Beispiel lässt sich auf die Strukturen der Erdkruste übertragen. So zeigen die meisten Gebirge ein isostatisches Verhalten, sie befinden sich im Schwimmgleichgewicht. Durch Abtragung kann die Isostasie gestört werden und zu einer negativen isostatischen Anomalie führen, als Folge hebt sich der Gebirgskörper heraus und die Dicke der Gebirgswurzel nimmt ab. Isostasie.  
 

 

 

 
 
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