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gewässerkundliche Dienste

 
     
  in die Verwaltungen der Wasserwirtschaft eingebundene, nationale institutionelle Einrichtungen. Die gewässerkundlichen Dienste tragen zur Erhebung und Bereitstellung der erforderlichen quantitativen und qualitativen hydrologischen Daten und Informationen bei, welche für die Planung und Bewirtschaftung wasserwirtschaftlicher Systeme sowie zur Überwachung der Gewässer, einschliesslich der Bewertung von Gewässerzuständen benötigt werden. Hierzu gehört im einzelnen a) die Definition der Standards von Daten zur Erfüllung der Anforderungen derzeitiger und künftiger Nutzer (z.B. Messgenauigkeit, Messhäufigkeit), b) die Planung, Einrichtung und der Betrieb hydrologischer Messnetze, c) die Sicherstellung der Datenqualität einschliesslich der Gerätekalibrierung, Datendokumentation und Schulung des Personals, d) die Übertragung, Aufbereitung, Sammlung, Archivierung und Speicherung der Daten, einschliesslich der Durchführung von Plausibilitätsprüfungen und die Sicherung der Datenbestände, e) die Entwicklung von Methoden und Modellen zur zeitlichen und räumlichen Inter- und Extrapolation von Daten, einschliesslich kartographischer Darstellungen, f) die Verarbeitung von Primärdaten und die Veröffentlichung von Daten in gewässerkundlichen Jahrbüchern oder in anderen Formen, g) die Analyse der Daten und Durchführung von Bewertungen, h) die Entwicklung von Vorhersagemodellen und die Durchführung von Vorhersagen, i) die Bereitstellung der Daten zur Planung wasserwirtschaftlicher Systeme und für andere Nutzer und schliesslich j) die Beratung von Entscheidungsträgern und anderen potentiellen Datennutzern.


Von den gewässerkundlichen Diensten werden hydrologische Messnetze für die Messung bzw. Bestimmung von Durchflüssen, (Grund-)Wasserständen und Wasserinhaltsstoffen betrieben. In Deutschland unterhalten der Bund für die Wasser- und Schiffahrtsverwaltung (WSV) und die Länder für die allgemeine Wasserwirtschaft gewässerkundliche Dienste. Zur Beratung dieser Dienste und anderer staatlicher Einrichtungen, wie Ministerien, haben Bund und Länder spezielle Fachinstitutionen eingerichtet (Bundes- und Landesanstalten). Für die hydrologischen Fragen der Bundeswasserstrassen ist die Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz zuständig.
 
 

 

 

 
 
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