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exzessive Talbildung

 
     
  Theorie der Talbildung in Periglazialgebieten nach J. Büdel, wonach sich Täler durch den sog. Eisrindeneffekt beschleunigt bilden. Unterhalb des sommerlichen Auftaubodens bildet sich eine Eisrinde im oberen Bereich des Permafrosts. Dort werden Frostspalten mit Kammeis gefüllt, wodurch diese Zone extrem mit Eis angereichert wird und das Gesteins- und/oder Bodenmaterial aufgelockert wird. Diese eisreiche Zone zieht sich nach J. Büdel auch unterhalb von Flussläufen entlang. Die Tiefenerosion der Flüsse wird durch sie erleichtert, da das Gestein nicht mehr aufgelockert, sondern das Eis nur noch durch thermische Erosion geschmolzen werden muss. Nach J. Büdel werden durch diesen Eisrindeneffekt auch die Unterschiede zwischen morphologisch harten und weichen Gesteinen aufgehoben. Nach A. Semmel (1994) gibt es jedoch keine eindeutigen Geländebefunde zur Stützung dieser Theorie, vor allem nicht in Festgesteinen.  
 

 

 

 
 
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