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Luftelektrizität, elektrische Prozesse in der unteren Atmosphäre. Zwischen der Ionosphäre und dem Erdboden besteht eine Potentialdifferenz von etwa 300 kV, die durch die globale Gewittertätigkeit aufrechterhalten wird. Das dadurch hervorgerufene. elektrische Schönwetterfeld der Erde hat in der Nähe der Erdoberfläche eine Feldstärke von -100 bis -150 V/m und ruft einen vertikalen Stromfluss mit einer Dichte von etwa 3·10-12 A/m2 hervor, der sich global zu 1500 A addiert. Dieser Strom ist entsprechend der Bewegung positiver Ladungsträger von oben nach unten gerichtet und wird durch die Bewegung der Luftionen vermittelt. Bei der Störung des Schönwetterfeldes durch Gewitter erfolgt ein umgekehrt gerichteter Stromfluss, zum einen in Form des Leitungsstromes vom Oberrand der Gewitterwolke in Richtung Ionosphäre und zum anderen durch Blitz- und Koronaentladungen zwischen Gewitter und Erdboden. Gewitter stellen damit die Generatoren des globalen elektrischen Stromkreis dar. elektrisches Feld der Atmosphäre, Gewitterelektrizität. |
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