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Zinnminerale

 
     
  Gruppe von Mineralen, in denen Zinn vorkommt (Tab.), wobei von wirklich wirtschaftlicher Bedeutung nur der Zinnstein ist. Er ist ein graues, gelbliches bis schwarzes Mineral mit häufig gut ausgebildeten tetragonalen Kristallformen. Die Tracht der Kristalle ist von der Bildungstemperatur und somit vom Lagerstättentyp abhängig. Pegmatitische Kristalle sind pyramidal ohne Prismenflächen, während die pneumatolytisch-katathermal gebildeten kurzprismatisch sind (sächsischer Typ). Diese Kristalle sind häufig verzwillingt und bilden die sogenannten „Visiergraupen” der sächsichen Bergleute. Langprismatisch mit steilen Pyramiden ist der „Kornische Typ” der Kristalle auf mesothermalen Lagerstätten, während das Nadelzinn epithermaler Bildung aus kleinen langprismatischen Nädelchen besteht. Unter Holzzinn versteht man glaskopfartige, konzentrisch-schalige, kristallisierte Gele, die oberflächennah gebildet wurden.
Zinnkies ist kristallographisch dem Kupferkies verwandt, mit dem er, wie auch mit Zinkblende,
Mischkristalle zu bilden vermag, die sich jedoch bei Abkühlung entmischen. Der Teallit ist in Gitterbau
und Eigenschaften dem noch selteneren Herzenbergit (SnS) ähnlich. Er verwittert ebenso wie der
komplex zusammengesetzte Franckeit zu Zinnstein.


ZinnmineraleZinnminerale (Tab.): wichtige Zinnminerale.
 
 

 

 

 
 
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