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Verformung

 
     
  strain, der Teil der Deformation, bei der sich - anders als bei der Translation und Rotation - die relativen Positionen von Partikeln innerhalb eines Körpers ändern. Quantitativ erfasst man die Verformung durch dreierlei Veränderungen in der Geometrie geologischer Vorzeichnungen: a) Volumenänderung (Dilatation), Δ=(V-VO)/Vo, wobei V das Volumen im verformten Zustand, Vo das Ausgangsvolumen bezeichnet. b) Längenänderung (Elongation), =(l-lo)/lo, wobei l die Länge im verformten, lo die Länge im unverformten Zustand bezeichnet. Ein positiver Wert der Elongation bedeutet Ausdehnung (Extension), ein negativer Wert Verkürzung (Kontraktion, Einengung). c) Winkeländerungen(Scherverformung) (γ). Die Scherverformung berechnet sich nach γ=tanψ, wobei der Scherwinkel ψ die Winkeländerung zwischen zwei Linien bezeichnet, die vor der Verformung senkrecht aufeinander standen.


Die Beträge aller Arten von Verformung sind also dimensionslos. Entsprechend werden die Verformungsraten mit s-1 notiert. Die Summe aller infinitesimalen Volumen-, Längen- bzw. Winkeländerungen in einem Punkt lassen sich als Verformungstensor beschreiben, aus der kumulativen Überlagerung infinitesimaler Verformungstensoren resultiert die Gesamtverformung eines Gesteins, die mit Hilfe des Verformungsellipsoids beschrieben wird (Abb.).

VerformungVerformung : die drei Arten von Veränderungen der Geometrie durch Verformung: a) Dilatation, b) Elongation, c) Scherverformung.
 
 

 

 

 
 
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