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Umweltverträglichkeitsprüfung

 
     
  UVP, Nutzungsverträglichkeit, präventives Instrument des amtlichen Umweltschutzes. Für grössere Bauten und Anlagen, von denen eine erhöhte Belastung der Umwelt zu erwarten ist, wird in einem formalisierten Verfahren geprüft, ob die Anforderungen des Umweltschutzrechts eingehalten werden. Dies gilt sowohl für Vorhaben der öffentlichen Hand als auch der Privatwirtschaft. Die der UVP unterliegenden Anlagen sind in einer dazugehörigen Verordnung aufgeführt. Bei der Durchführung einer UVP lässt der Projektierende auf eigene Kosten einen umfassenden Bericht über die voraussichtlichen Umweltbelastungen und die vorgeschlagenen Verminderungsmassnahmen ausarbeiten. Dieser Umweltverträglichkeitsbericht umfasst die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen eines Vorhabens auf Menschen, Tiere und Pflanzen, Wasser, Luft, Klima und Landschaft sowie Kultur- und Sachgüter, einschliesslich der jeweiligen Wechselwirkungen. Er wird durch die zuständigen amtlichen Fachstellen geprüft, welche der Entscheidungsbehörde Antrag stellen. Im allgemeinen sind der Bericht und die Ergebnisse der Prüfung öffentlich zugänglich. Im Sinne des Verbandsklagerechtes kann der UVP-Entscheid von berechtigen Umweltschutzorganisationen angefochten werden. Normalerweise wird eine UVP in das allgemeine Genehmigungsverfahren (Baubewilligung, Konzessionserteilung, Sondernutzungsplan) integriert, die ein Vorhaben sowieso durchlaufen muss. Sinnvollerweise führt das Erkennen von Schwachpunkten eines Vorhabens während der Abklärungen zum Umweltverträglichkeitsbericht zur Revision des Projektes und zur erneuten Beurteilung (Prozess-UVP). Seit dem 3.Juli 1988 ist die EG-Richtlinie über die UVP bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten EG-weit geltendes Recht. Am 1. August 1990 wurde diese Richtlinie durch das Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung in das Recht der Bundesrepublik Deutschland umgesetzt. Betroffen von der UVP sind unter anderem Bundesraumordnungsprogramme, Fernstrassenplanung, Wasserstrassenplanung sowie andere technische Infrastruktureinrichtungen, die das Leistungsvermögen des Landschaftshaushaltes beeinträchtigen könnten. Zu diesen Beeinträchtigungen gehören auch die Zerstörung von Naturschönheiten und sonstige ästhetische Veränderungen der Landschaft. Daher kommen bei der Umweltverträglichkeitsprüfung auch verschiedene Verfahren der Landschaftsbewertung zum Einsatz.(Abb.) UmweltverträglichkeitsprüfungUmweltverträglichkeitsprüfung: Ablauf einer UVP.  
 

 

 

 
 
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