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Stele

 
     
  Bezeichnung für die funktionsmorphologische Einheit aller Leitbündel und ihrer Anordnung in der Sprossachse und in der Wurzel. Die Stelärtheorie erklärt die Entwicklung verschiedener Stelentypen und wie die Leitbündel aus einer primär zentralen Anordnung bei den ursprünglichsten Pteridophyta in die Peripherie der Sprossachse verlagert wurden, wodurch sich die Biegefestigkeit des Sprosses erhöhte. a) Die Protostele als ursprünglichster Typ besteht aus einem einzigen, zentralen, aus Tracheiden aufgebauten Strang, der konzentrisch von Phloem und Rinde umgeben ist. b) Die Aktinostele besteht aus einem Bündel weniger Einzelstränge, die durch Längsteilung der Protostele entstanden ist. Sie sind so angeordnet, dass das Xylem im Querschnitt sternförmig ist und zwischen den Strahlen das Phloem birgt. c) Fortgesetzte Längsteilung von Leitbündeln führt über die Plektostele zur Polystele, bei der Leitbündel über den gesamten Sprossquerschnitt verteilt sind, und zur Siphonostele, einem röhrenförmigen Leitbündelstrang mit zentralem Mark. d) Die verschiedenen Varianten eines in der Grundform konzentrischen Leitsystems mit eingeschlossenem Mark, das von einer Endodermis umhüllt wird, stellt als Eustele die vollkommenste Ausbildung unter den Stelentypen dar.  
 

 

 

 
 
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