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Rotliegendes

 
     
  regional verwendete stratigraphische Bezeichnung für das mitteleuropäische Unterperm, die erste Abteilung des Perms (285-258 Mio. Jahre). Es ist ein alter Bergmannsausdruck für das »rote Liegende« des Mansfelder Kupferschiefers. Das Rotliegende ist in Mitteleuropa mit weitgehend kontinental ausgebildeten Sedimenten verbreitet. Leitfossilien sind hier daher Sporen und Pollen, Conchostraken und Wirbeltiere (auch Fährten). Ohne bislang gültige Grenzziehung wird das Rotliegend in die Stufen Autunium und Saxonium gegliedert. Bedeutende Rotliegendvorkommen finden sich im Saar-Nahe-Trog (Kusel-, Lebach-, Tholey- und Nahe-Gruppe), im Thüringer Wald (Manebach-, Goldlauter und Oberhof-Schichten) und im Niederschlesischen Becken (Broumov-Formation). In Zusammenhang mit der ausklingenden variszischen Gebirgsbildung stehen intensive magmatische Tätigkeiten (Bildung von Porphyren und Melaphyren). In Russland wird das Rotliegende in Assel-, Sakmara-, Artinsk- und Kungur-Stufe gegliedert. Auf der Südhalbkugel finden sich im basalen Perm noch Hinweise auf die permokarbone Eiszeit (glaziomarine Eurydesma-Schichten und die Ecca-Gruppe in Südafrika). geologische Zeitskala.  
 

 

 

 
 
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