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Richter-Magnitude

 
     
  Richter-Skala, die von Richter 1935 für Erdbeben in Kalifornien eingeführte Magnitude ML, manchmal auch als Lokalmagnitude bezeichnet:


ML=log10(A)–log10(A0); A=gemessene maximale Amplitude (in mm) auf einem Wood-Anderson (WA) Horizontalseismographen mit einer Eigenperiode von 0,8 s und einer Vergrösserung von 2800, A0=Referenzamplitude für ein ML=0 Erdbeben, das in der gleichen Herdentfernung registriert worden wäre. Die Definition für ML nach Richter gilt nur bis zu einer Herdentfernung von 600 km. Die Werte für A0 berücksichtigen die Dämpfung seismischer Wellen mit zunehmender Herdentfernung. Die von Richter abgeleiteten Werte von A0 gelten streng genommen nur für Kalifornien, für andere Gebiete muss man regional typische Werte benutzen. Gemäss der Definition beträgt auf einem WA-Seismographen A0=0,001 mm in einer Epizentralentfernung von 100 km. Anders ausgedrückt: Ein Erdbeben der Magnitude ML=3 wird auf einem WA-Seismographen in 100 km Entfernung mit einer maximalen Amplitude von 1 mm aufgezeichnet. WA-Seismographen werden heute nur noch selten betrieben. Das ist kein prizipelles Problem, da man aus der bekannten Frequenzcharakteristik anderer Seismographen die wahre Bodenbewegung ausrechnen und in eine WA-Amplitude umrechnen kann. Besonders einfach ist die Umrechnung bei Breitband-Seismographen mit digitaler Registrierung. Durch geeignete digitale Filter kann man eine WA-Registrierung simulieren, mit der man dann die Richter-Magnitude bestimmen kann.
 
 

 

 

 
 
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