Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Pinopsida

 
     
  Nadelhölzer, Klasse der Coniferophytina mit den beiden Unterklassen Cordaitidae und Pinidae (Coniferae). Es sind gymnosperme (Gymnospermae), nadelblättrige Spermatophyta mit Tracheidenholz. Im Gegensatz zu den Ginkgoopsida ist die Achse der Blüten gestaucht und trägt auch sterile Blattorgane. Pinopsida kommen vom Karbon bis rezent vor. 1) Die im Karbon waldbildenden Cordaitidae (Karbon bis Perm) waren bis 30 m hohe, in der Krone stark verzweigte Bäume mit ungeteilten, grossen, schmalen, dichotom-parallelnervigen und schraubig gestellten Trophophyllen. Die fossil häufigen Marksteinkerne zeigen wegen der Querfachung des Marks eine charakteristische, ringförmige Querrippung. Die in den Achseln von Tragblättern oft zu kätzchenartigen Blütenständen zusammengefassten Blüten bestehen aus einer verkürzten Achse mit dicht gedrängt angeordneten fertilen Staubblättern bzw. Samenanlagen sowie sterilen Schuppenblättern. 2) In der Unterklasse Pinidae hatten die a) baumförmigen Voltziales (Oberkarbon bis Jura) ebenfalls noch diesen Kurzsprosscharakter ihrer weiblichen Blüten. Aus diesen ursprünglichsten Coniferae entwickelten sich im Mesozoikum mit den b) Pinales (Trias bis rezent) die charakteristischen Pinidae, deren weibliche Blüten einen zapfenförmigen Blütenstand bilden. Dieser typische Coniferenzapfen besteht aus vielen, schraubig und wirtelig angeordneten, schuppenförmigen Tragblättern (Deckschuppen), die mit den ihnen achselständig aufsitzenden Samenschuppen (das sind reduzierte Kurzsprosse aus miteinander verschmolzenen sterilen und fertilen Schuppenblättern) verwachsen sind. Die Pinales wachsen zu reichverzweigten Bäumen, seltener zu Sträuchern, mit gabelig- bis paralleladrigen, nadel-, band- oder schuppenförmigen Blättern an oft deutlich differenzierten Lang- und Kurztrieben heran. Nach der Zahl der Samen pro Samenschuppe werden unterschieden: b1) die Araucariaceae (Trias bis rezent; ein Same), als sehr gesetzmässig verzweigte Bäume, deren ehemals weltweite Verbreitung heute auf die Südhemisphäre zurückgegangen ist; die b2) Pinaceae (Kreide bis rezent; zwei Samen) mit schraubig gestellten Nadeln, holzigen Zapfen und oft grossen Pollen mit Luftsäcken, zu denen die mit 4600 Jahren rezent ältesten lebenden Pflanzenindividuen gehören; die b3) Taxodiaceae (Jura bis rezent) mit mehr als zwei Samen sowie Nadeln und holzigen Zapfen, zu denen die mit 100 m Höhe rezent grössten Bäume (Sequoia sempervirenz, Mammutbaum) und das lebende Fossil Metasequoia gehören; b4) Cupressaceae (Jura bis rezent) mit mehr als zwei Samen und meist schuppenförmigen Blättern und holzigen Zapfen oder fleischigen Beerenzapfen. Die nicht mehr zapfenartigen Blütenstände der b5) Podocarpaceae (Jura bis rezent) tragen nur noch wenige Blüten, und am fertilen Kurzspross der b6) Taxaceae (Tertiär bis rezent) ist sogar nur noch eine einzige Samenanlage entwickelt, deren Same bei der Reifung von einer fruchtfleischähnlichen Meristem-Wucherung umschlossen wird.  
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
Pinolitmagnesit
 
Pionierpflanzen
 
     

Weitere Begriffe : Krenal atmospheric undulöse Auslöschung

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum