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Laurussia, grosse, zusammenhängende Kontinentalplatte der paläozoischen Nordhemisphäre, im Zug der kaledonischen Gebirgsbildung (Kaledoniden) aus dem präkambrisch konsolidierten nordamerikanischen Kontinent Laurentia und dem ebenfalls präkambrisch konsolidierten nord- und osteuropäischen Kontinent Baltica (Fennosarmatia) gebildet. Der Name rührt von der weiten Verbreitung des Old Red-Sandsteins her, der unter offenbar ariden terrigenen Bedingungen abgelagerten postorogenen Molasse der Kaledoniden. Gesteine dieser im wesentlichen devonischen Old Red-Fazies sind in den Appalachen, im nordöstlichen Kanada, in Ostgrönland, Spitzbergen und Nordwesteuropa in intramontanen und paralischen Senkungsräumen weit verbreitet. Der Old Red-Kontinent war lange Zeit wichtig als Liefergebiet für die angrenzenden marine Räume,
z.B. im Bereich der mitteleuropäischen Varisziden. So sind rot gefärbte randmarine Ablagerungen charakteristisch für unter- und mittel-devonische Schichten des nördlichen Rheinischen Schiefergebirges. Die in Ästuaren und Lagunen abgelagerten Sedimente dieser marin-terrestrischen Übergangsfazies zwischen kontinentaler Old Red-Fazies und flachmariner Rheinischer Fazies zeichnen sich durch entsprechende Organismen-Assoziationen aus: Agnathe (Fische), Linguliden, Eurypteriden, Arachniden, flügellose Insekten, Psilophyten sowie vereinzelte, im wesentlichen eingeschwemmte artikulate Brachiopoden und Crinoidenreste. Laurussia. |
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