Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Meerwasserdichte

 
     
  hängt von Temperatur, Salzgehalt und Druck ab. Dieser Zusammenhang wird numerisch in der Zustandsgleichung beschrieben, die empirisch bestimmt wurde. Da sich die Dichte r im Ozean nur gering ändert, wird in der Ozeanographie der Begriff Dichteparameter oder Dichteanomalie s=r-1000 in kg/m3 verwendet (z.B. für r=1027,355 kg/m3 ist s =27,355 kg/m3). Früher wurde die Dichte des Meerwassers als dimensionlose Zahl relativ zur Dichte von Süsswasser angegeben. Die Ersetzung von s durch den numerisch gleichen Term g hat sich aber nicht durchgesetzt. Zur Berücksichtigung des adiabatischen Prozesses bei der vertikalen Verlagerung von Wassermassen wird die Dichte häufig auf bestimmte Druckniveaus bezogen, z.B. sq auf die Meeresoberfläche oder s4 z.B. auf 40 MPa. Die Meerwasserdichte nimmt mit abnehmender Temperatur zu und erreicht in Abhängigkeit vom Salzgehalt zwischen -1,33ºC und +3,98ºC ein Maximum. Bei einem Salzgehalt von 24,7 psu liegt das Dichtemaximum beim Gefrierpunkt von -1,33ºC. Durch die Dichtezunahme bei der Abkühlung oberhalb des Dichtemaximums sinkt das kältere Wasser ab und es erfolgt Konvektion. Hat die ganze Wassersäule das Dichtemaximum erreicht, so wird die Konvektion unterbrochen und es bildet sich eine kältere Wasserschicht über der wärmeren aus, so dass diese erhalten bleibt. Bei Gewässern mit einem Salzgehalt über 27,4 psu wird die Konvektion nicht unterbrochen und kann grosse Tiefen erreichen. .  
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
Meerwasser
 
Meerwassersschwinde
 
     

Weitere Begriffe : Platte Transmissionstomographie Gletscherlawine

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum