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winkelabhängiger Korrekturfaktor integraler Reflexintensitäten. Braggreflexe haben immer eine endliche Breite. Ursache dafür sind endliche Kristallgrösse, Mosaikbau sowie Divergenz und Bandbreite Δλ/λ der Strahlung. Integrale Reflexintensitäten I( 
) misst man deshalb, indem man einen Einkristall mit konstanter Winkelgeschwindigkeit Δθ/Δt durch die Beugungsstellung dreht und die elastisch gestreute Intensität aufintegriert:
Die Zeit, die ein reziproker Gitterpunkt braucht, um durch die Braggposition zu treten, hängt vom Beugungswinkel 2θ und von der Messgeometrie ab. Wesentlich ist das Verhältnis von Radialgeschwindigkeit des reziproken Gitterpunkts zur Winkelgeschwindigkeit der Probendrehung. Für äquatoriale Messgeometrie (Vierkreis-Diffraktometer, Diffraktometer) hat dieses Verhältnis die einfache Form (λ = Wellenlänge, θ =Braggwinkel):
Für Kristallpulver berücksichtigt der Lorentzfaktor:
zusätzlich noch den Anteil "richtig" orientierter Kristallite, den Öffnungswinkel der einzelnen Pulverkegel und die Winkelabhängigkeit der Länge des Kegelsegments, das vom Detektor aus den Pulverkegeln herausgeschnittenen wird. Der Lorentzfaktor L wird üblicherweise mit dem Polarisationsfaktor P zu einem gemeinsamen LP-Faktor zusammengezogen. |
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