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Kupste

 
     
  1) Kupstendüne, Nebka, gebundene Düne, deren Sedimentkörper durch Vegetation fixiert ist. Die Akkumulation resultiert aus der sedimentfangenden Eigenschaft von Büschen und Sträuchern. Dabei besteht eine positive Rückkopplung zwischen dem Wachstum von Pflanze und Wurzelwerk und der Grösse der Düne. In Abhängigkeit von der Pflanzenart können Kupsten bis 20 m Höhe erreichen. Als guter Kupstenbildner gilt die Tamariske, deren salzausscheidende Blätter nach dem Abfallen den Sand verkleben. Aufgrund der Abhängigkeit von höherer Vegetation treten Kupsten vorwiegend in Regionen mit erhöhtem Grundwasser auf: in Depressionen, an Pfannenrändern und entlang von Flussläufen in ariden Gebieten sowie an Küsten. Im Lee von Kupsten bilden sich häufig kleine Leedünen (sog. Sandschwänze). 2) In einem weiter gefassten Sinne ähnliche Formen, die durch fluviale und/oder äolische Abtragung entstehen. Bei disperser Vegetation (häufig in semiariden Gebieten), wirken Pflanze und Wurzelwerk erosionshemmend, so dass diese relativ zu benachbarten unbewachsenen Standorten in Form von bewachsenen Sedimentsockeln (bush-mounds) herauspräpariert werden.  
 

 

 

 
 
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