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Korrespondenzprinzip

 
     
  Korrespondenz, 1) Kristallographie: Übereinstimmung zwischen der Struktur und der äusseren Gestalt des Kristalls, die sich am deutlichsten in der Symmetrie zeigt. Ausdruck der Symmetrie einer Kristallstruktur ist seine Raumgruppe, zu deren Symmetrieoperationen stets Translationen gehören. Die Translationssymmetrie ist jedoch mit dem blossen Auge nicht erkennbar, auch nicht unter Hinzunahme eines Lichtmikroskops, da die Beträge der kleinsten Translationsvektoren i.a. zwischen 0,2 nm und 2 nm (2·10-7 und 2·10-6 mm) liegen. Berücksichtigt man die Translationen nicht (indem man die Beiträge der Translationsvektoren gleich Null setzt), dann bildet sich die Raumgruppe auf die kristallographische Punktgruppe ab, welche die makroskopische Symmetrie des Kristalls beschreibt. Eine weitere Korrespondenz ist die zwischen Netzebenen und Kristallflächen. Unter den vielen theoretisch möglichen Flächen bilden sich i.a. diejenigen aus, die den dichtest besetzten Netzebenen entsprechen. 2) Mineralogie: Übereinstimmung der Feinstruktur eines Minerals mit seiner äusseren Form (Tracht) und seiner Eigenschaften. Der feinstrukturelle Bau ist Grundlage und Voraussetzung für die makroskopisch zu beobachtende Form und die Eigenschaften der Minerale.  
 

 

 

 
 
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