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Illit

 
     
  Bezeichnung für Hydromuscovite in Tonteilchengrösse, chemische Formel:


(K,H3O)Al2[(OH)2/AlSi3O10]; Farbe: weiss, gelblich, grünlich, bräunlich; Aggregate: feinerdig, auch knollig; monokline Kristallform, vorzugsweise 1Md-, 1M-, seltener 2M-Struktur. Durch den teilweisen Ersatz von K durch H3O-Moleküle erfolgt nur eine sehr geringfügige Gitteraufweitung; der c0-Abstand wird mit 10,2% bzw. 20,05 Å angegeben. Die H3O-Moleküle sind nur wenig grösser als das K-Ion (H3O+ ≈ 1,5 Å, K=1,33 Å), sie passen wie das K+ in den pseudohexagonalen Ring der Tetraederschicht zwischen die Dreischichtpakete (Dreischichtminerale). Illit ist das häufigste und verbreitetste Tonmineral und findet sich meist in Böden. Es entsteht vielfach aus gesteinsbildenden Alumosilicaten durch diagenetische oder hydrothermale Prozesse und bildet die Hauptkomponente vieler mariner Tone. Hydromuscovit entsteht meist durch teilweise Hydrolyse des Muscovits, z.B. von Glimmerschiefern und Quarz-Sericit-Gesteinen. Der sericitische Hydromuscovit (Sericit) ist fast immer bei der Umwandlung der Feldspäte (in Kaolinit) neu gebildet worden, deshalb ist er in Böden und jungen Sedimenten anzutreffen, die sich bei semiaridem Klima v.a. auf sauren und intermediären Eruptivgesteinen gebildet haben.
 
 

 

 

 
 
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