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Holstein-Interglazial

 
     
  von A. Penck 1922 benanntes Interglazial, das auf die Elster-Kaltzeit folgt und durch marine Ingression belegt ist, die schon während der späten Elster-Kaltzeit begann. Zum Höhepunkt des Meeresanstiegs waren weite Teile von Jütland, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern überflutet. Eine Meeresverbindung durch den englischen Kanal hat während des Holstein-Interglazials nicht bestanden, so dass die marine Fauna durch boreale Formen charakterisiert ist. Für das nicht marine Holstein ist das im Gegensatz zum Eem-Interglazial fast gleichzeitige Auftreten der wärmeliebenden Gehölze kennzeichnend. Typisch ist das Auftreten von Azolla, Pterocarya und Celtis. Die Korrelation des Holstein-Interglazial mit OIS ist spekulativ; es werden die stages 7, 9 und 11 diskutiert. Entsprechend unsicher ist die Datierung. Es kommt bei einer Dauer von ca. 15.000 Jahre eine Zeitspanne von 180.000 bis 400.000 Jahre in Frage. In diesem Zeitraum hat es mehrere Interglaziale gegeben, so dass auch vom Holstein-Komplex gesprochen wird. In diesen Begriff ist die Dömnitz-Warmzeit eingeschlossen (Saale-Kaltzeit). Während des Holstein-Interglazials lebt in Mitteleuropa der Homo erectus (z.B. Fundort Bilzingsleben) und der Präneandertaler (z.B. Fundort Steinheim a.d. Murr). Die Menschen gehören zum Kulturkreis des Acheuléen. Quartär. WBo  
 

 

 

 
 
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