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Gletschermühle

 
     
  Kolkbildung (Kolk) im Gletschereis. Auf und im Gletscher abfliessendes Schmelzwasser, welches in Gletscherspalten stürzt, kann durch das spiralförmige Umherwirbeln von mitgeführtem Sand und Steinen (sog. Mahlsteine) den fluvialen Kolken ähnliche Formen ausbilden, die Gletschermühlen. Durch die Mahlsteine werden die Gletschermühlen sukzessive erweitert und vertieft, wobei die Mahlsteine stark gerundet und zerkleinert werden. Erreichen Gletschermühlen die Gletschersohle und greifen sie auf den Felsuntergrund über, wird von Gletschertöpfen gesprochen. Die teilweise metertiefen Einschleifungen im Fels zeugen nach dem Abschmelzen des Eises von der Aktivität ehemaliger Gletschermühlen und beweisen, dass durch die Gletscherbewegung Spalten immer wieder am gleichen Ort aufreissen. Von der Obermoräne und der Innenmoräne gelangen immer neue Blöcke in den Kolk. Besonders eindrucksvolle Gletschertöpfe sind z.B. im Naturdenkmal des Gletschergartens von Luzern (Schweiz) zu beobachten.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : glacier surges Avulsion Reifestadium

 

 
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