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Gestaltgesetze

 
     
  Satz von Regeln, die beschreiben, wie Elemente in der Wahrnehmung zu grösseren Konfigurationen gruppiert werden. Nach gestaltpsychologischen Vorstellungen führen visuelle Reize zu zentralnervösen Erregungen, die nach eigenen Gesetzen, ähnlich denen elektromagnetischer Felder, einer Selbstorganisation unterworfen sind. Variiert man unterschiedliche Eigenschaften eines Reizmusters, so ändert sich die perzeptuelle Disposition für die Wahrnehmung der alternativen Organisationsmöglichkeiten. Dabei ist der entscheidende, dynamische Prozess die Aufgliederung des Blickfeldes in zwei fundamentale Bestandteile, Figur und Grund (Figur-Grund-Unterscheidung). Sehr früh in der visuellen Wahrnehmung wird das Blickfeld in einen Hintergrund und davor befindliche Figuren eingeteilt. Die Figuren kommen durch ein Prinzip der gleichförmigen Verbindung zustande: Verbundene Regionen mit gleichförmigen visuellen Merkmalen wie Helligkeit, Farbe, Textur, Bewegung werden zu einer visuellen Einheit zusammengefasst. Der Hintergrund verläuft hinter den Figuren.  
 

 

 

 
 
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